Startseite

Hallo!

Du sitzt gerade an einer Nachweisreaktion und dein Niederschlag hat die falsche Farbe? Laborecke.de hilft dir genau bei solchen Momenten im Chemiestudium. Bei den Praktika zeigen wir dir Fotos und Videos der klassischen Nachweisreaktionen, damit du vorher weißt, wie das Ergebnis aussehen soll. Unter Theorie erklären wir die Grundlagenfragen, an denen Chemiestudierende oft hängen bleiben, etwa woran die Uneinigkeit bei den pKS-Werten des Wassers liegt.

Was ist Laborecke.de?

Wir sind vier Chemiestudierende der Uni Bonn und haben Laborecke.de 2015 gegründet. Unser ursprüngliches Ziel war es, unsere Kommilitonen bei den anspruchsvollen Praktika der qualitativen Analytik zu unterstützen, indem wir die notwendigen Nachweise möglichst einfach und anschaulich darstellen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei von Anfang an auf Videos positiver Nachweisreaktionen, die als Referenz für die eigenen Versuche im Praktikum dienen können. Erstaunlicherweise waren solche Videos damals im Internet nur sehr vereinzelt zu finden und häufig nicht in zweckdienlicher Qualität.

Seitdem ist eine Sammlung von Artikeln entstanden, auf die Chemiestudierende im gesamten deutschsprachigen Raum zurückgreifen (erfreulicherweise also längst nicht mehr nur an der Universität Bonn). Die Artikel zu Nachweisen der qualitativen Analytik sind zwar das Herzstück von Laborecke.de, daneben findet ihr bei uns aber auch den einen anderen Theorieartikel zu weiteren Themen der Chemie, die wir selbst besonders interessant fanden. Schaut euch also gerne auch dort einmal um!

Theorie

Auf diesen Seiten findet ihr Erklärungen zu diversen Modulen des Studiums, sowie einige Tipps, die euch das Leben teilweise sehr erleichtern können. Wir haben uns große Mühe gegeben unsere Erklärungen so verständlich wie möglich zu gestalten und setzen auch hier auf multimediales Lernen.

Beiträge ansehen

Praktikum

Auf diesen Seiten findet ihr reichlich Informationen zu den verschiedenen Praktika, denen ihr im Studium begegnet. Wir von Laborecke haben sehr viel Mühe in diese Seiten gesteckt, da diese so extrem wichtig sind und vielen Studierenden Probleme bereiten.

Beiträge ansehen

Blog

In unserem Blog teilen wir unsere persönliche Meinung zu verschiedenen Themen rund um das Chemiestudium, die Wissenschaft und Bereiche außerhalb dieser mit. Kurz gesagt, wir quatschen über dies und jenes.

Beiträge ansehen

Neueste Beiträge

Uneinigkeit bei den pKS-Werten des Wassers

Je nach Nachschlagewerk findet ihr für den pKS-Wert von Wasser 14,0 oder 15,74. Wir leiten die Säurekonstante aus dem Massenwirkungsgesetz her, setzen Literaturwerte für Ionenprodukt und Wasserkonzentration bei 25 °C ein und erhalten 15,74. Der Wert 14,0 entsteht, wenn Autoren die Säurekonstante für Wasser umdefinieren und dem Ionenprodukt gleichsetzen. Setzt ihr 14 in die pH-Formel für schwache Säuren ein, erhaltet ihr für reines Wasser pH 6,13 statt 7.

Silicat-Nachweise

Zwei Nachweise für Silicat: Bei der Wassertropfenprobe erhitzt ihr die Ursubstanz mit Calciumfluorid und konzentrierter Schwefelsäure im Bleitiegel. Aufsteigendes SiF₄ bildet auf feuchtem Filterpapier einen weißen SiO₂-Fleck. Der Nachweis ist aufwendig und wegen der Flusssäure gefährlich, fiel bei uns aber nie falsch positiv aus. Die Gelbfärbung durch Molybdokieselsäure geht schneller, eignet sich wegen Störungen durch Phosphat aber nur zur zusätzlichen Absicherung.

Sulfit als „Puddingprobe“

Beim Sulfit-Nachweis mischt ihr kaltgesättigte Zinksulfat-Lösung und Kaliumhexacyanidoferrat(II) auf einem Uhrglas mit Natriumnitroprussid-Lösung zu einem weißen „Pudding“. Enthält die neutrale Probe Sulfit, färbt sich der Niederschlag himbeerrot. Laut Literatur macht der Pudding den Nachweis empfindlicher, bei uns klappte es aber auch ohne. Sulfid stört und färbt den Niederschlag violett, eine Referenzprobe schafft Klarheit.

Ammonium in der Mikrogaskammer

Der Ammonium-Nachweis ist schnell und verlässlich. Ihr befestigt ein feuchtes Stück pH-Papier an einem Uhrglas, gebt die Analysensubstanz mit verdünnter Natronlauge in ein zweites Uhrglas und deckt es mit Filterpapier und dem ersten Uhrglas ab. Aufsteigendes Ammoniak färbt das pH-Papier blau. Das Filterpapier verhindert, dass Natronlauge an das pH-Papier spritzt. Nennenswerte Störungen sind nicht bekannt.

Sodaauszug

Vor den Anionennachweisen solltet ihr einen Sodaauszug herstellen, denn er entfernt störende Kationen. Ihr kocht die Ursubstanz mit der dreifachen Menge Natriumcarbonat in destilliertem Wasser etwa 15 Minuten und filtriert nach dem Abkühlen. Die Kationen fallen als Carbonate oder Hydroxide aus, die Anionen bleiben im Filtrat. Der Vorgang folgt dem Prinzip von Le Chatelier und schafft es selbst schwer lösliche Salze wie Bariumsulfat in Lösung zu überführen.

Darf das Handy unabhängig von seiner Ladung geladen werden?

Muss man einen Handy-Akku erst leer machen, bevor man ihn lädt? Wir erklären den Memory-Effekt, den die NASA bei Nickel-Cadmium-Akkus entdeckte, und eine 2013 gefundene, sehr schwache Variante bei Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Unser Fazit: Bei heutigen Lithium-Ionen-Akkus ist der Memory-Effekt im Alltag ein Mythos. Ein Nachtrag von 2026 ergänzt, was für die Lebensdauer wirklich zählt: möglichst wenig Zeit bei sehr hohem oder sehr niedrigem Ladezustand.